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Er verſammelte die Vornehmſten ſeines Glau⸗ bens, um ſeinen Gaſt deſto mehr zu ehren; einige unter ihnen erinnerten ſich, ihn zu Saphadnora geſe⸗ hen zu haben; keiner aber kannte ihn naͤher. Er ſtellte ſich etwas angegriffen von den Beſchwerden der Reiſe, ſprach ſehr wenig, aber angemeſſen, und bat ſeinen Wirth, ihm nur ſeine Geſellſchaft allein zu ſchenken.
„Ich bin nicht her gekommen,“ ſprach er zu ihm, „um meine Lungen anders anzuſtrengen, als auf Luſt⸗ wanderungen; bringe mich nicht in den Fall, daß ich viel ſprechen muß, beſonders mit erhobener Stimme. Morgen wollen wir ausgehen; ich will meine kranken oder beduͤrftigen Bruͤder beſuchen, ich habe etwas mit⸗ gebracht, ſie zu erquicken.
Der Jude Samuel war gar nicht boͤſe daruͤber, daß man ihm den Aufwand erſparte, und daß der in der Meinung der Hebraͤer angeſehenſte Mann ſich mit ſeiner Geſellſchaft begnuͤgen wollte.. Dau haſt ſehr viel Geſchäfte,“ ſagte ſein ehrwuͤr⸗ diger Gaſt zu ihm;„laß dich ja nicht darin ſtoͤren: du gibſt mir einen von unſeren Leuten mit, und der fuͤhrt mich uͤberall umher; denn ich will hier alles ſehen.“ Am Abend kam der Rabbin wieder nach Hauſe, und unterhielt ſich mit Samuel von allem, was er den Tag uͤber gethan und geſehen hatte. Dieſer wuͤnſchte


