Schahadildin von Damask. 27
laßen, wie eine Indiſche Prinzeſſinn, auf einem wei⸗ ßen Elephanten.
Sei recht fromm, mein Kind; verrichte gewiſſen⸗ haft die fuͤnf Gebete; bedenke, daß du dieß alles der Inbrunſt der meinigen verdankeſt; und gib Acht, ob die Fakire, welche mich an denſelben verhindern woll⸗ ten, nicht noch dafuͤr beſtraft werden, wie ſie es ver⸗ dienen?...
Sie werden es, meine Tochter, daruͤber koͤnnen wir ganz ruhig ſein.“
Sie ſprach dieß alles in der Verwirrung, worin die Freude ſie verſetzte; darnach wiederholte ſie alles noch umſtaͤndlich.
Waͤhrend dieſer Unterhaltungen, die einige Tage dauerten, ſchloß der Armeniſche Kaufmann, nachdem er ſeine Rechnungen berichtigt, ſein kleines Waaren⸗ lager, und reiſte von Damask ab.
Damask iſt eine Stadt, wo die Fremden von al⸗ len Seiten ab- und zuſtroͤmen. Waͤhrend der Mann, von dem die Rede iſt, ſich durch eins der Thore dar⸗ aus zu entfernen ſchien, kam ein andrer durch ein an⸗ dres Thor herein, von noch ehrwuͤrdigerem Anſehen, der jedoch nicht von der Beſchaffenheit war, mit der Heiligen von Damask in Verbindung zu ſtehen: es war ein Juͤdiſcher Rabbin; man erkannte ihn an ſei⸗ nem bis an die Schlaͤfe geſchorenen Kopf, an dem


