Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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IV

Vorbericht.

An Frauv...

Gnädige Frau, Sie lieben die morgenländiſchen Er⸗ zählungen ſo ſehr, daß Sie ſchon oft Sich derſelben angenommen haben, und mehr als einmal habe ich Sie mit Anmuth die Spöttereien mehrerer Perſonen beant⸗ worten hören, die, mit mehr Ernſthaftigkeit als Gründ⸗ lichkeit, das Vergnügen verdammten, welches dieſe Scherze gewähren können. Solchen aus übler Laune entſprungenen Urtheilen Ernſt entgegenſetzen, würde ſie nachahmen heißen, nicht ſie widerlegen. Indeſſen muß man geſtehen, daß man für dieſe Erholung des Geiſtes nicht eher empfänglich werden kann, als bis man ſich an den Franzöſiſchen Romanen und kleinen Geſchichten, ſo zu ſagen übernommen hat. Die letzten haben ge⸗ wöhnlich eine Verwickelung, einen Plan und ein Ziel, das ſich wohlgeordnet entfaltet: aber die Gewohnheit, dergleichen immer wieder zu leſen, läßt uns nur zu leicht ihre Entwickelung vorausſehen; dagegen die mor⸗ genländiſchen Erzählungen oft keinen andern Zweck haben, als durch Ueberraſchung zu wirken, indem man ſieht, wie die kleinſten Umſtände die größten Umwälzun⸗ gen hervorbringen. Hierin beſteht faſt ihr ganzer Zau⸗ ber; zugleich erhöhet die Darſtellung ihren Reiz: man fühlt die Wärme des Himmelsſtrichs, welche eine für Europäiſche Leſer ſo anziehende Eigenthümlichkeit lher⸗ vortreibt. Das Wunderbare anlangend, welches ſich