Badvildin, Prinz der Satarei. 3²⁷
Es befand ſich an dieſer Stelle ein aufgeworfener, mit Raſen bedeckter Erdhuͤgel, der eine Art von Sitz bildete. Darauf ſetzte ſich der Mograby, entkleidete ſei⸗ nen Fuß, und zog aus ſeiner Taſche zwei Flaͤſchchen, das eine zum Blutſtillen, das andere zum Verbinden der Wunde. Sein Blut floß ſtark heraus, und erweckte in mir dieſe Betrachtung:„Er iſt ein Menſch, wie ich, ein Dorn verwundet ihn: ein Speer wuͤrde ihn toͤdten.“
Die Erinnerung der erſten Behandlung, welche ich von ihm erfuhr, kehrte in ihrer ganzen Staͤrke zuruͤck, und wie ſcheußlich er mir erſcheinen war, als er mich mit Schlaͤgen, Schimpfreden und Hohn bedeckte.„Er nennt ſich meinen Vater,“ ſprach ich bei mir ſelber,„er⸗ weiſet mir uͤbertriebene Liebkoſungen, und drohet mir fuͤrchterlich, wenn ich ihm nicht gehorche: ſein Aſtaroth werde mich vertilgen. Das ſoll aber nicht durch ihn ge⸗ ſchehen, denn ich will ihn ſelber vom Erdboden vertilgen, und ihn wohl hindern, ſich ſeines Balſams zu bedienen.“
Vierhundert und fuͤnf und funfzigſter Tag.
Nach dieſem Selbſtgeſpraͤche ziele ich mit meinem Speere nach ſeinem Ruͤcken, den er mir zukehrte, treffe ihn zwiſchen den Schultern, ſtuͤrze ihn vorn uͤber, und ſpieße ihn ſo an den Boden. Der Gedanke:„Was wird hier allein aus mir werden?“ fiel mir damals nicht ein. Ich fuͤrchtete nur, er moͤchte wieder aufſte⸗ hen und ſeine ſchreckliche Rache an mir ausuͤben; ich


