Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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Badvildin, Prinz der Tatarei. 325

wendeten; es gab mir mit meinen Kraͤften auch die Empfindlichkeit fuͤr alle die Schmerzen zuruͤck, welche ſie mir zugefuͤgt hatten. Es ſtand in ihrer Gewalt, ſie aufzuheben: es diente aber zu ihrer Abſicht, ſie mir in ihrer ganzen Schaͤrfe empfinden zu laßen, und ich ſtieß ein ſchmerzliches Geſchrei aus.

Ah! er leidet, er fuͤhlt, ich werde ihn noch ret⸗ ten, rief der Mograby, wie entzuͤckt vor Freuden;ich will ihn nach meinem Hauſe tragen, wo der Tod nicht einzudringen vermag. Geh deines Weges, Iladſch⸗Ka⸗ daheé, du weißt, du kannſt mir nicht folgen, wohin ich gehe: berichte meinen Gehorſam als treuer Sklave.

Ich werde mich nicht weiter uͤber das Benehmen dieſes Teufels gegen mich verbreiten. Ihr wiſſet ohne⸗ dieß, welchen Nutzen er aus einem Maͤhrchen zu ziehen weiß, wenn er Mittel gefunden hat, ihm Eingang zu verſchaffen; ihr kennet alſo die Vortheile, deren er ſich bei mir bedienen konnte, um mich zu uͤberreden, mein Vater waͤre nicht mein Vater; und ungluͤcklicherweiſe war die Zaͤrtlichkeit meines Vaters gegen mich immer mit etwas Zuruͤckhaltung begleitet geweſen.

Indeſſen, da meine Erziehung hier keine ſolche war, wie ſie meine Natur vertragen haͤtte, und ich, aus an⸗ geborener Unabhaͤngigkeit, mich auf keine Arbeit des Fleißes legen konnte, ſo war ich, ungeachtet jener Ueber⸗ redung, nachlaͤßig in dem, was mir mein vorgeblicher Vater befahl zu thun, und manchmal ungehorſam.