Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Badvildin, Prinz der Tatarei. 325

Ha! das war ein trefflicher Hieb, Iladſch⸗Kada⸗ ! Aber unſer Kreiſel geht herrlich; ich wußte wohl, daß es manche Kreiſel in der Genoſſenſchaft unſerer Prieſter gibt: aber dieſer hier uͤbertrifft alle Vorſtellung von Vollkommenheilt.

Mehr konnte ich nicht davon verſtehen, ich ſank in Ohnmacht, und kam nicht eher wieder zu mir, als in dem Bache, worin man meine Wunden auswuſch; denn es geſchah kein Schlag auf den Kreiſel, der mir nicht einen Blutstropfen abgezapft haͤtte.

Vierhundert und vier und funfzigſter Tag.

Dieſe Unmenſchlichkeit war eine Kleinigkeit gegen die, welche ich euch noch zu erzaͤhlen habe, und deren Schlachtopfer ich ungluͤcklicherweiſe ein Jahr lang ge⸗ weſen bin, ſo wie ich das Opfer ihrer erſten Wuth war.

Ich behielt noch ſo viel Beſinnung, ihre Reden zu verſtehen; aber ich war zu ſchwach, um es aͤußerlich kund zu geben. 9

Jladſch⸗Kadahé! ſprach der abgefeimte Herr, wir haben den Befehlen gehorſamt, denen wir nicht widerſtreben konnten, und haben dieſen jungen Tempel⸗ diener Aſtaroths gezuͤchtigt, der ohne Fleiß, ohne Ei⸗ fer, ohne Andacht, ſogar gedankenlos war: aber ich ungluͤcklicher Vater! ich werde meinen Gehorſam theuer bezahlen muͤßen, denn ich werde mein liebes Kind, mei⸗ nen einzigen Sohn verlieren!