Badvildin, Prini der Tatarei. 321 welche er nicht mehr losließ, waͤhrend mein Vater und
meine Mutter mich umarmten. Bald ging er hinaus,
und fuͤhrte mich mit ſich. Wir fanden vor dem Pa⸗ laſt ein zu unſerer Reiſe beſtimmtes Kameel; man ließ mich den bequemſten Sitz einnehmen; und ein großer ſchwarzer Sklave ging vor uns her und fuͤhrte das Kameel beim Halfter.
So bald wir außerhalb der Stadt an einem ab⸗
gelegenen Orte waren, ſagte mein Herr und Meiſter zu dem Sklaven: „Iladſch⸗Kadahsé, halt an, wir wollen ein an⸗ dres Fuhrwerk nehmen, dieß hier iſt zu langſam fuͤr uns.“ Mit dieſen Worten ſchwang er ſich leicht von dem Kameele, und der Sklave reichte mir den Arm, mir hinab zu helfen. Noch ehe der Schwarze mich auf die
Erde geſetzt hatte, fagte der Herr zu ihm:
„Weil du ihn in Haͤnden haſt, ſo kleide ihn ſo⸗ gleich bequem fuͤr die Reiſe.)
Der Schwarze fuhr mir hierauf mit ſeinen beiden Haͤnden leicht uͤber den ganzen Leib, und hielt bei der Stirne an, welche er unſanft knaͤtete: allmaͤhlich ging nun in mir eine ſo ſeltſame Veraͤnderung vor, daß es mir unmdglich iſt, ſie zu beſchreiben; ſie begann mit
einem ſo ungeheuren Schwindel des Kopfes, daß ich
das Gleichgewicht verlor und auf die Seite fiel. Aber
wie groß war meine Ueberraſchung, als ich wahrzuneh⸗ 241
VII.


