Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26 394. Tag.

gefuhlvollen Koͤniginn inniges und erhebendes Entzuͤcken iſt uͤber allen Ausdruck, uͤber alle Beſchreibung.

Niemals hatte eine durch die Beſtimmung bewirkte Liebe in zwei Herzen gewurzelt, die ſo vollkommen fuͤr einander geſchaffen waren; noch nie waren ſo viel Schoͤnheit und ſo viel aͤußere Vorzuͤge mit ſo viel Ver⸗ dienſten und Tugenden vereinigt geweſen.

Habib war vom Uebermaaße ſeines Gluͤcks ganz in Verzuͤckung, und Doratil⸗Goas rief aus:

Und ich kann dir nichts weiter ſchenken, mein geliebter Habib, als mein Herz, meine Krone und meine Hand: welch ein geringer Lohn fuͤr ſo große Dienſte! welch ein Preis fuͤr ſo viel Muͤhſeligkeiten und Heldentugend!

Derſelbe Abend, der Zeuge ihres Wiederſehens war, ſollte auch Zeuge der Feierlichkeit ſein, welche ihre Vereinigung vollendete; dieſelbe Nacht ſah ſie als Liebende und gluͤckliche Gatten; und am Morgen be⸗ leuchtete die Sonne, mit den Entzuͤckungen ihrer Gluͤck⸗ ſeligkeit, zugleich den freudigen Jubel der ganzen In⸗ ſel von Medinas⸗ilbalor.

Aber Habibs Gluͤck ließ ihn nicht die uͤbernom⸗ menen Verbindlichkeiten aus den Augen ſetzen. Der Fuͤrſt Dal⸗Ilſcha, Gemahl der Fuͤrſtinn mit den ſchoͤ⸗ nen Haaren, mußte noch in den Gefaͤngniſſen der Schwarzen Inſel ſchmachten, und dieſes ungluͤckliche Land, wenn es auch nicht mehr von der Gegenwart