Teil eines Werkes 
6. Bd. (1827)
Entstehung
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300 388. Tag.

gerten ſich deſſen, unter anderen Abarikaf, Mokil⸗ raſcham mit den Seinigen, und Niſabik; ſie gaben ihrer Weigerung einen ſcheinbaren Anſtrich, der wahre Grund aber war die ſchon in ihrem Herzen aufgegangene Em⸗ poͤrung, welche ausbrechen ſollte, ſo bald ſie ſich ſchmei⸗. cheln durften, ſich dadurch maͤchtig zu machen.

Ich verlor die Urheber meiner Tage faſt zu der⸗ ſelben Zeit, als Doratil⸗Goas die ihrigen verlor. Ich ward Koͤniginn, unter der Vormundſchaft eines alten Veſyrs, welchen mein Vater dazu erwaͤhlt hatte. Der freche Niſabik, einer der Guͤnſtlinge Abarikafs, hatte ſich, nicht in mich, ſondern in meine Haare verliebt. Unauf⸗ hoͤrlich mit Zauberei und Sterndeuterei beſchaͤftigt, hatte er ſich uͤberzeugt, daß er, wenn er mich heirathen koͤnnte, ſeiner Macht eben ſo viel Geiſter unterwerfen wuͤrde, als ich Haare auf dem Haupte haͤtte: dieſe ſollten ihm dazu dienen, die Geiſter an ihn zu feſſeln, und jede Be⸗ ſchwoͤrung haͤtte mich ein Haar gekoſtet.

Ich kannte ſein ausſchweifendes Unternehmen von Grund aus, weil er die Frechheit hatte es mir ausein⸗ ander zu ſetzen, um mich durch die Vorſpiegelung der Macht, deren ich einſt mich erfreuen koͤnnte, zu verleiten.

Ich verwarf ſeine Anerbietungen, und gab meine Hand dem Prinzen Dal⸗Ilſcha, dem ich ſchon mein Herz geſchenkt hatte. Kaum waren wir vermaͤhlt, als Abarikafs Empoͤrung ausbrach. Er riß alle Einwohner der Schwarzen Inſel, deren Statthalter er war, mit