Der fahrende Ritter. 285
Unterdeſſen hatten die drei Meerfraͤulein ſich wie⸗ der bei dem Floſſe eingefunden. Die junge Ilſaide ſtand auf dem Fahrzeuge, ſie ſetzte eine lange Seeſchnecke an den Mund, und rief die erſchreckten Delphine aus der Ferne herbei; ihrem Rufe folgſam, kamen dieſe in Schaaren zuruck; alle Bewohner der Gewaͤſſer ſchwammen heran, in dieſen Jubel einzuſtimmen, die Luͤfte hallten wider von Siegesgeſaͤngen, und das ganze Gefolge kam eben ans Geſtade, als der Held dem Mokilraß die Haut abgezo⸗ gen hatte. 5
Habib kam damit zuruͤck; er lehnte die an Anbetung graͤnzenden Huldigungen ab, und ſagte zu ihnen:
„Geſchoͤpfe des Allerhoͤchſten! erhebet die Augen zum Himmel! dort iſt der einzige Gegenſtand eurer Dankbarkeit. Unterthanen Doratil⸗Goaſens! ihr allein gebuͤhrt eure Ehrfurcht, Huldigung und Unterwerfung: ihr Ritter behaͤlt ſich nur das Recht vor, ſeine Wuͤnſche mit den eurigen zu vereinigen, und eure Befreiung zu theilen.“ 81
Waͤhrend er alſo ſprach, ſtroͤmte von allen Seiten das Volk herbei, und draͤngte ſich, ſeinen Triumph und ſeine Verlegenheit zu vermehren; alle wollten ihm Ge⸗ horſam ſchwoͤren, alle verlangten neue Geſetze: gluͤckli⸗ cherweiſe erſchien der alte Balaſan.
Sobald auf der Weißen Inſel alles wieder unter die Gebote dieſes Geiſtes zuruͤckgekehrt war, ſuchte die⸗ ſer ſich in die Luft zu erheben, um, wo moͤglich, den


