Teil eines Werkes 
6. Bd. (1827)
Entstehung
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Der fahrende Ritter. 281

Ich fuͤrchte nichts, holdes Fraͤulein, als meinem Geſtirne nicht genug zu thun, indem ich eurer Koͤniginn nicht ſo diene, wie ich ſoll.

So verlaßet euch auf mich, tapferer Held; meine Schweſtern und ich, wir behalten uns ſelber die Ehre vor, euch zu dienen. 4

Auf der Stelle fuhr das Floß ab, und ſchien uͤber die Wogen dahin zu fliegen. Schon unterſchied man die Bewegungen, welche auf der Gelben Inſel vorgingen; es war nur noch eine Stunde bis dahin, als die Del⸗ phine, durch ihren Inſtinkt gewarnt, ploͤtzlich anhielten, und ſich anſtrengten, die Seile zu zerreißen, womit ſie an das Floß geſchirret waren. Eine der Schweſtern ſchwamm vorn hin, und ſchnitt ſie ab: das Fahrzeug ſtand nun unbeweglich. Bald aber ſtuͤrzte eine Woge heran, welche von den Seeungeheuern erregt wurde,

und drohte das Floß zu verſenken: Habib ſah, daß er

keinen Augenblick mehr zu verlieren hatte, ſeine liebens⸗ wuͤrdigen Gefaͤhrtinnen von der drohenden Gefahr zu retten; er nahm ſein Schwert in die Hand, ſprang ins Waſſer, und ſprach das furchtbare Zauberwort aus.

Alsbald war es, als wenn die Gewaͤſſer ſich von ſelber getheilt haͤtten, um ihm einen ſichern Weg durch⸗ hin zu bahnen; die Wogen verſanken, die Fluten ebne⸗ ten ſich, und der Held gelangte an eine Stelle des Ge⸗ ſtades, wo er ohne Widerſtand ans Land treten konnte.