Simuſtapha und Ilſetilſone. 15
Gegenſtand der Habgier Mamuks, des verruchten Zauberers, welcher ſie vormals beſaß. Es iſt euch unmoͤglich, dieſen Schatz ſtaͤts bei euch zu tragen; aber ihr habt von mir einen Ring, welchen ihr nim⸗ mer ablegen muͤßt, weil er euch vor den Gefahren warnt, denen ihr ausgeſetzt ſeid, und euch zu gleicher Zeit Huͤlfe gewaͤhren wird. Der Ring der Prinzeſſinn hat andere Eigenſchaften, welche nur in dem Falle, daß ihr vom Tode bedrohet waͤret, oder daß ihr ſei⸗ ner Huͤlfe nothwendig beduͤrftet, ſich wirkſam zeigen werden. Seid ſtaͤts darauf bedacht, eure Thuͤren und Fenſtern gegen alles zu verſchließen, was aus Aegyp⸗ ten kommen mag.“
Darnach ließ ſie die beiden Gatten allein, um⸗ armte ſie, und verſchwand.
Die Nacht verging, wie die vorhergehenden; und ſo folgten, ohne merkwuͤrdige Ereigniſſe, manche Tage auf einander. Dſchemal, ſeiner Pflicht eingedenk, er⸗ fullte ſtaͤts ungeſaͤumt die ihm ertheilten Befehle. Jeden Abend wurde die Prinzeſſinn zu ihrem Gelieb⸗ ten gebracht; jeden Morgen war ſie wieder im Pa⸗ laſte des Chalyfen. Alle drei Tage wurde Simuſtapha nach Oſchinniſtan entruͤckt, um dem Geſtirne der ſieben Meere ſeine Huldigung darzubringen: aber waͤhrend ſein Herz ſich in dem Genuſſe ſuͤßer Wolluſt zu berauſchen ſchien, athmete das Herz des Aegypters Mamuk nur


