Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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261. Sag.

zu legen und mich aus dem Palaſte bis nach der Halle zu fuͤhren, wo ich mich das erſtemal dieſer Foͤrmlichkeit unterworfen hatte.

So bald meine Fuͤhrerinn mir das Geſicht wieder⸗ gab, flog ich nach dem Hauſe meines Vaters. Eine unſerer Nachbarinnen wollte eben hinein gehen; ſie erkannte mich bei dem Scheine des Lichtes, aus einem Laden, an welchem ich vorbeiging, und rief aus:

„Wie, Haleſchalbeh, ihr ſeid's! Um Gotteswillen gehet nicht hin und zeiget euch ſo ploͤtzlich eurer Mut⸗ ter. Tretet einen Augenblick bei mir ein, waͤhrend mein Mann hingeht, ſie auf eure Ruͤckkehr vorzube⸗ reiten; der Kummer uͤber euern Verluſt ſetzt ſie in Verzweiflung, die Freude uͤber eure ploͤtzliche Wieder⸗ erſcheinung koͤnnte ihr den Tod zuziehen.“—

„Wo kommt ihr denn her, ihr boͤſer junger Menſch?“ ſagte ſie zu mir, ſobald wir uns geſetzt hatten:„wie habt ihr eure guten Aeltern ſo lange in der Ungewißheit laßen koͤnnen, was aus euch gewor⸗ den ſei?“

Ich wußte nicht, was ich antworten ſollte, weil ich meine Verheiratung vor aller Welt verbergen mußte, und hatte fuͤr den erſten Neugierigen nicht ſogleich eine Geſchichte in Bereitſchaft. Ich half mir durch Gegenwart des Geiſtes, und war genoͤthigt, zu einer Luͤge meine Zuflucht zu nehmen.