Der Sohn Kebals. 373
nen, ſein Geſchrei, nichts kann die grimmige Seele Kebals erweichen: er nimmt ſeinen Sohn, ſchnuͤrt ihn in einen Lederſack, und wirft ihn ſo ins Meer, und ſchmeichelt ſich, daß er dießmal nicht dem Tode ent⸗ gehen werde. Aber der Himmel hatte es anders ver⸗ haͤngt. Der Sack gerieth in die Netze eines Fiſchers, der ſie zufaͤllig in demſelben Augenblicke herauszog.
Der Fiſcher oͤffnete voll Verwunderung den Sack, und als er darin ein Kind fand, welches noch ath⸗ mete, hub er es bei den Beinen empor, und nachdem er es ſo wieder ins Leben zuruͤckgerufen hatte, trug er es nach ſeiner Huͤtte. Der Sohn Kebals war be⸗ ſtimmt, uͤberall gefuͤhlvolle Seelen zu finden, ausge⸗ nommen hei ſeinem unmenſchlichen Vater.
Der Fiſcher erzog den Knaben nach ſeinem Ge⸗ werbe, und dieſer zeichnete ſich bald darin durch ſeine Geſchicklichkeit und Unerſchrockenheit aus..
Er war ſchon ein Juͤngling von funfzehn Jahren, als Kebal, der in ſeinem Handel haͤufige Reiſen machte, auch durch die Stadt kam, wo dieſer Juͤngling wohnte; er begegnete ihm mit dem Fiſcher, der ihm das Leben gerettet hatte: beide waren mit Fiſchen beladen welche ſie in den Straßen feilboten. Das gute Ausſehen des jungen Menſchen fiel Kebal auf, und um gelegentlich zu erfahren, wer er waͤre, kaufte er von dem Fiſcher etliche Fiſche. Sodann fragte er ihn, ob derjenige, der ihm folgete, ſein Sohn waͤre. Der Fiſcher ant⸗


