Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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Abenteuer einer Veſyrs⸗Tochter.

Zweihundert und neun und vierzigſter Tag.

„Das Koͤnigreich Kafhemir war einſt von einem Fuͤrſten, namens Aladin beherrſcht. Er hatte eine Tcochter, welche ohne Widerſpruch die vollkommenſte Schoͤnheit des Morgenlandes geweſen waͤre, wenn nicht die Tochter ſeines Veſyrs ihr dieſen Vorzug ſtrei⸗

ſiiig gemacht haͤtte. Man ſprach im ganzen Morgen⸗

lande nur von den himmliſchen Reizen, womit dieſe beiden Prinzeſſinnen begabt waren. Mehrere Fuͤrſten wurden durch den bloßen Ruf von ihnen entzuͤndet, und dachten daran, um ihre Hand anzuhalten.

Es war ſchwer zu entſcheiden, welche von dieſen Schoͤnheiten die vollkommenſte war; aber, ſei es Vorliebe, ſei es, daß die Tochter des Veſyrs, minder ſtolz und leutſeliger als ihre Nebenbuhlinn, ſich die Herzen der Menge gewonnen hatte, alle Stimmen waren fuͤr ſie.