Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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Seinebh. 347

Menſchen aus Kufa von hinreißender Schoͤnheit waͤre, der aber Kummer zu haben ſchiene.

Bei dieſer Erzaͤhlung ſank Seineb in Ohnmacht: als ſie durch Raſis's Huͤlfe, und noch mehr durch die Kraft dieſes koͤſtlichen Tranks, wieder zu ſich ge⸗ kommen war, verriethen die Thraͤnen der Geliebten, ihre haſtigen Fragen und die Freude, welche ſie un⸗ willkuͤhrlich blicken ließ, bald ihr Geheimnis.

Die mitleidige Kahermané beſchloß, Seineb zu retten, welche ſie bisher ſo unglaͤckſelig geſehen hatte, und fuͤr welche ſie lebhafte Theilnahme fuͤhlte; denn es war das Loos dieſer Schoͤnheit, uͤberall geliebt zu werden. Raſié eilte wieder nach dem Laden des Arz⸗ tes, und nachdem ſie lange von ihrer jungen Kranken geſprochen, von der Linderung, welche die Arznei ihr verſchafft haͤtte, von ihrer Schoͤnheit und ihrer Schwermuth, von der Anmuth, welche ſie vor allen ihren Gefaͤhrtinnen auszeichnete, und von der Liebe des Chalyfen, deren Lohn ihm jedoch noch immer nicht zu Theil geworden waͤre, fiel Numan, der al⸗ les verſchlang, was er hoͤrte, ſeinerſeits auch in

Ohnmacht.

Raſié, welche nur in dem Herzen des Juͤnglings hatte leſen wollen, war ſehr befriedigt, als ſie ihn ſo zaͤrtlich erfand. Nachdem ſie dem Arzte geholfen, ihn wieder zu ſich zu bringen, gab ſie ihm zu verſte⸗ hen, daß ſie ihn durchſchaut haͤtte; und um ſeinen