22 180. Tag.
benutzten dieſe Gelegenheit, und als wenn der Him⸗ mel uns recht ſeine Gunſt zu erkennen geben wollte, wir erreichten Baßra auf die gluͤcklichſte Weiſe von der Welt.
Nichts iſt mit der Freude zu vergleichen, welche mein Vater bei meinem Wiederſehen bezeugte. Nach den erſten Umarmungen, ſtellte ich ihm Kanſade'n vor, deren Stand ich ihm nicht erſt anzuruͤhmen brauchte: ihr edles Weſen und ihre Schoͤnheit ſpra⸗ chen genugſam fuͤr ſie. Er empfing ſie freundlich, und faßte fuͤr ſie eine vaͤterliche Zaͤrtlichkeit, als er ihre ganze Geſchichte erfuhr, welche ich ihm als be⸗ geiſterter Liebhaber erzaͤhlte. Ich machte ihm auch einen Bericht von meiner Reiſe, und er ſagte mir darauf, daß er von dem Schiffshauptmann die Per⸗ len empfangen haͤtte, welche derſelbe uͤbernommen, ihm von mir zu bringen..
Ich fuͤhrte mit meinem Vater meine Geliebte zu dem Kadi, welcher ſie in Gegenwart mehrerer Zeugen das Heidenthum abſchwoͤren ließ. Hierauf fragte er ſie, ob ſie einwilligte, meine Gattinn zu werden.
Sie antwortete, das waͤre ihr liebſter Wunſch; und auf dieſe Antwort vermaͤhlte uns der Kadi.
Zur Feier dieſer Vermaͤhlung ſtellte mein Vater ein großes Gaſtmahl an, zu welchem er alle unſere Verwandten und Freunde einlud; und vierzehn Tage hindurch waͤhrten in unſerer Familie die Feſtlichkeiten.


