Teil eines Werkes 
4. Bd. (1827)
Entstehung
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8 176. C a g.

gwei Prieſter halfen ihr vom Pferde ſteigen, und fuͤhrten ſie bei der Hand an das Ufer des Stromes, woohin ihr auch der Leichnam ihres Mannes gebracht wurde. Sie wuſch ihn vom Kopfe bis zu den Fuͤßen, und uͤbergab ihn dann wieder den Haͤnden der Prieſter, welche ihn in die Huͤtte trugen und ihn auf einen mit Schwefel uͤberzogenen Stuhl ſetzten. Jetzo erhub ſie ſich, ohne ſich zu entkleiden oder die Kleider zu wech⸗ ſeln, und naͤherte ſich dem Scheiterhaufen. Sie ging mehrmals rings umher, und betrachtete dabei die Zu⸗ ruͤſtungen zu ihrem Opfer mit großer Unerſchrocken⸗ heit. Darnach umarmte ſie ihre Verwandten und Freunde, welche ſich gleich darauf entfernten. Sie wurde auch von ihren dienſtbaren Frauen umarmt, die in Thraͤnen zerfloſſen: ſie ſchenkte ihnen allen die Frei⸗ heit, und vertheilte unter ihnen die Kleinode und den Schmuck, womit ſie geziert ward. Als ſie ſo das Silberblech abnahm, welches ihr Geſicht zur Haͤlfte bedeckte und mich bisher verhindert hatte, ſie zu er⸗ kennen, obwohl ich ſonſt nahe genug dazu ſtand, denket euch, wie groß mein Erſtaunen war, als ich V ſah, daß es Kanſade ſelber war. Nein, und wenn

ich ploͤtzlich eine voͤllige Umkehrung der Natur erlebt haͤtte, ich wuͤrde nicht ſtaͤrker davon uͤberraſcht wor⸗ den ſein. 1

Großer Gott, ſagte ich jetzo bei mir ſelber, muß ich meinen Augen trauen? darf ich nicht

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