Teil eines Werkes 
2. Bd. (1827)
Entstehung
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Séyfel Muͤluk. 295

Bauart erhub, welche ſie den Palaſt ihres Koͤnigs nannten.

Man fuͤhrte uns in dieſe Huͤtte, wo der Koͤnig auf einem Throne von Felsſtuͤcken und Muſchelwerk ſaß. Er war ein Schwarzer von rieſenmaͤßigem Wuchſe, aber ſo haͤßlich und ſo ſcheußlich, daß er mehr wie ein Teufel, denn wie ein Menſch ausſah. Die Prinzeſſinn ſeine Tochter ſaß neben ihm. Sie mochte etwa dreißig Jahr alt ſein; an Wuchs war ſie ihrem Vater aͤhnlich, und ſie glich ihm auch ſonſt ein wenig.

Einer der vornehmſten Schwarzen, die uns gefan⸗ gen hatten, noͤthigte uns, dem ſchwarzen Monarchen und ſeiner Tochter tiefe Verbeugungen zu machen. Hierauf erſtattete er Bericht von ſeiner gluͤcklichen Un⸗ ternehmung. Der Koͤnig hoͤrte ihn mit Vergnüͤgen an, und bezeigte ihm ſeine Zufriedenheit mit ihm und allen denjenigen, die ihn begleitet hatten. Dann ſagte er zu ſeinem Großveſyr, indem er mit dem Finger auf uns wies:

Geh, und laß dieſe Gefangenen in eine beſondere Huͤtte fuͤhren, und taͤglich gebe man einen davon dem Gotte, den wir anbeten.

Der Veſyr gehorchte; er ſelber fuͤhrte uns in eine abgeſonderte Huͤtte; hier brachte man uns, auf ſeinen Befehl, Hirſe und andere Speiſen, um uns zu naͤh⸗ ren und die Schlachtopfer fetter zu machen. Am