Teil eines Werkes 
2. Bd. (1827)
Entstehung
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Séyfel Muͤluk. 289

Schoͤnheit, und eine goldene Kapſel, welche ein Frauenbildnis enthielt.

Die Zuͤge deſſelben waren ſo regelmaͤßig, die Au⸗ gen ſo ſchoͤn, die Miene ſo reizend, daß ich anfangs glaubte, es waͤre ein Gemaͤlde der Einbildungskraft.

Die Werke der Natur ſind nicht ſo vollkommen, ſagte ich.Wie viel Ehre macht dieſes hier dem Pinſel, der es hervorgebracht hat!

Ich bewunderte die Einbildungskraft des Malers, welcher im Stande geweſen waͤre, eine ſo ſchoͤne Ge⸗ ſtalt zu erfinden.

Hundertſter Ta g.

Meine Augen konnten ſich von dieſem Gemaͤlde nicht trennen; und was das wunderbarſte dabei iſt, es hauchte mir Liebe ein. Ich dachte, es waͤre viel⸗ leicht das Bildnis einer lebenden Prinzeſſinn, und ich uͤberredete mir dieß immer mehr, je verliebter ich ward. Ich machte die Kapſel zu, und ſteckte ſie in meine Taſche, ſo wie den Ring, welchen mich au geluͤſtete zu entwenden, und verließ damit die Schatz⸗ kammer. 3 Ich hatte einen Vertrauten namens Saed: er war der Sohn eines großen Herrn zu Kahiro; ich

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