Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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224 37. Tag.

bloß deshalb zuſchickte, um mich zum gluͤcklichſten der Menſchen zu machen!“

Dilara war bei den zaͤrtlichen Herzensergießungen Kulufs nicht unempfindlich. Sie brachten beide die Nacht damit zu, ſich gegenſeitig das Vergnuͤgen aus⸗ zudruͤcken, welches ſie uͤber ihre Wiedervereinigung em⸗ pfanden; und ſie wiederholten ſich noch die Verſiche⸗ rungen deſſelben, als ein Sklave Muſaffers kam, und ziemlich ungeſtuͤm an die Thuͤre pochte, indem er aus Leibeskraͤften ſchrie:

„Holla he! Herr Huͤlla, bequemet euch, wenn's beliebt, aufzuſtehen, es iſt Tag.“

Der Sohn Abdallahs antwortete nicht auf dieſen Zuruf des Sklaven, ſondern fuhr fort mit der Toch⸗ ter Boyruͤks zu koſen; aber er fuͤhlte ſeine Freude ver⸗ ſchwinden, und eine toͤdtliche Traurigkeit folgte ploͤtz⸗ lich ſeinen ſuͤßen Entzuͤckungen.

„Meine Koͤniginn,“ ſagte er,„habe ich recht verſtan⸗ den? Man will uns ſchon trennen. Muſaffer, voll Un⸗ geduld, euch wieder als Mitglied ſeiner Familie zu ſe⸗ hen, zuͤhlt jeden Augenblick der Eheſcheidung, welche euch davon getrennt hat; und ſein Sohn, mit Recht eiferſuͤchtig auf mein Gluͤck, kann die Dauer deſſel⸗ ben nicht ertragen; der Tag ſelber ſcheint, im Ein⸗ verſtandniſſe mit meinen Feinden, ſeine Wiederkehr beſchleunigt zu haben. Wehe! kaum habe ich euch wiedergefunden, ſo ſoll ich euch auch ſchon wieder