Teil eines Werkes 
1. Bd. (1827)
Entstehung
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Kuluf und Dilara. 223

wenn ich es geahnt haͤtte, daß die Liebe und das Gluͤck uns einſt noch vereinigen wuͤrde, habe ich ſtaͤts die Hoffnung genaͤhrt, euch wiederzuſehen. Aber mein Gluͤck uͤbertrifft noch meine Erwartung, indem ich in dem Gatten, den man mir aufdringt, meinen Ge⸗ liebten wiederfinde. O wunderbares Abenteuer! kaum kann ich ihm Glauben beimeſſen.“

Sieben und dreißigſter Tag.

Kuluf konnte nach dieſen Worten nicht mehr zwei⸗ feln, das er bei der Tochter Boyruͤks waͤre.

„Schoͤne Dilara,“ rief er aus, entzuͤckt von Liebe und Freude,„welcher gluͤckliche Zufall! durch welche ſeltſame Verkettung von Umſtaͤnden bin ich auf den Gipfel meiner Wuͤnſche gelangt! Wiel! ihr ſeid es, die man mich hat heiraten laßen; ihr, deren reizendes Bild mir ins Herz gegraben iſt! ihr, die ich niemals wiederzuſehen glaubte! Ah! meine Fuͤrſtinn, wenn ihr in der That den Sohn Abdallahs beklagt habt, wenn meine Ungnade euch Thraͤnen gekoſtet hat, ſo theilet in dieſem Augenblick auch das ſuͤße Entzuͤcken, welches mein Gluͤck mir einfloͤßt. Wer haͤtte denken ſollen, als der Koͤnig der Keraiten mich von ſeinem Hofe verbannte, daß der Himmel mir dieſes Ungluͤck