VI Vorrede
ob ſie vor oder nach den Perſiſchen Erzählungen verfaßt worden.*)
Wie dem nun ſei, die Erzählungen in Tauſend und Ein Tag müſſen jedermann ergetzen, der die Tauſend und Eine Nacht mit Vergnügen geleſen hat, weil hier dieſelben Sitten und dieſelbe lebendige Einbildungskraft herrſchen. Aber diejenigen Leſer, welche es bei den Arabiſchen Erzäh⸗ lungen als einen Uebelſtand bemerkt haben, daß man Scheheraſade'n nicht die Abſicht beigelegt hat, durch ihre Mährchen den Schahriar zu überzeugen, daß es aller⸗ dings treue Frauen gäbe;— denn in der That ſcheint ihr Zweck nur, ihr Leben zu friſten, ohne den Sultan von Indien bekehren zu wollen—: diejenigen, ſage ich, welche dieſe Ausſtellung gemacht haben, werden dem Der⸗
viſch Moklés nicht denſelben Vorwurf machen. Sütlümeme hat den beſtimmten Vorſatz, das Vörurtheil der Prinzeſſinn
zu bekämpfen, und geht ſtäts gerade auf ihr Ziel los. In allen ihren Erzählungen erſcheinen getreue Ehemänner oder
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*) Ich verweiſe hierüber auf die Vorberichte zu Bd. 1, 1,
a2 und 15 meiner Verdeutſchung der 1001 Nacht.


