Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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Auf den Kaiſerpaläſten. 223 1 liche Herr umfaßte mit ſeinen beiden Händen die Rechte des Tannhäuſers und ſagte:Dank! Dankl tauſend Dank! es wird Freude machen, wenn ich das nach Norden in die Heimath ſchreibe.

Einen Augenblick ſaßen hierauf alle drei, in tiefe Ge⸗ danken verſunken, lautlos da; von der Stadt herauf tönte durch die klare, weiche Morgenluft der Klang einer Glocke. Der freundliche Herr bedeckte ſeine Augen mit der Hand und ſprach dann nach einem tiefen Athemzuge: Die Glocke erinnert mich lebhaft an mein altes heiliges Rußland; ſie hat denſelben Ton wie eine Glocke dort, den ich auf dem Gute meiner Bekannten oft gehört, einer Glocke im Waldai'ſchen Kloſter der iberiſchen Mutter Gottes. Amen! Und nun, fuhr er plötzlich mit heiterem Tone fort, als wollte er ge⸗ waltſam ſeine ernſten Gedanken verſcheuchen,ihr habt's gut hier oben: während ich im Schweiße meines Angeſichts den Berg hinaufſteige und mich abplage mit Paketen zum Nutzen eures Hauſes, ſitzen die hier und legen müßig die Hände in den Schooß. Ich hatte gehofft, euch fleißig bei der Arbeit zu finden.

Das ſind wieder die ungerechteſten Vorwürfe, die ein

MNeunſch ertragen kann, ſprach Wulf mit einem ſehr ge⸗

machten Stirnrunzeln.Wir ſind in einer Kunſtpauſe be⸗ griffen und waren ſchon ungeheuer fleißig. Wovon ich mich überzeugen will, erwiderte der alte

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