210 Achtzehntes Kapitel.
Endlich erreicht man das jenſeitige Ufer, die Taue der Fähre werden befeſtigt, die Stränge der Beipferde wieder an den Wagen gehängt, die Jämſchtſchiks ſchwingen ſich auf, und fort geht es im Galopp, die ſteile Straße hinauf bis zum Anfang des Parkes, dort in das weit geöffnete Thor hinein, wo der Wagen auf dem Sandyege gleich ſanfter rollt, dann in einer Schlangenwendung um den Berg herum, und eine Viertelſtunde ſpäter hält die Equi⸗ page auf einem terraſſenähnlichen Platze vor dem kleinen reizenden Cottage der Fürſtin.
Der Mond iſt unterdeſſen aufgegangen, voll und klar, und beleuchtet Gegend, Park und Schlößchen taghell; das letztere hat mit ſeinen Erkern, Thürmchen und Balkonen eine phantaſtiſche Geſtalt, die Front deſſelben iſt nach der Seite der Terraſſe, wo der Wagen hält, durch nichts ver⸗ deckt, während die Rückſeite ſich ſchützend an die hohen Bäume des Gartens lehnt, der unmittelbar dort an der Ausgangsthüre beginnt.
Die Fürſtin, Madame Bauvallet und Eliſe traten an den Rand der Terraſſe, auf welcher das Cottage lag und blickten in die Gegend hinaus. Weich geformte Hügel bis an ihren Fuß mit Wieſen bedeckt ſchoben ſich vor und neben 8 einander und umgaben einen im Mondlicht hell glänzenden See, welcher die Blicke Aller anzog. In der Nitte deſſel⸗ ben lag auf einer Inſel das Waldai'ſche Kloſter der iberi⸗ — ſchen Mutter Gottes, phantaſtiſch und geheimnißvoll ſchim⸗


