Im Norden. 3 205
„Das iſt wie in der Comödie Henriette: Feodor Petro⸗ witſch hat ſein Stichwort gehört und tritt ganz Eifer und Feuer auf die Bühne.“
Und ſchon hatte der Reiter den Wagen erreicht, parirte leicht und gewandt ſein Pferd und begrüßte, ehrfurchtsvoll ſeinen breitränderigen Hut abnehmend, die Fürſtin, worauf er ſein dampfendes Roß wandte und näher zum Schlage ritt.
„Der Himmel hat uns zur Ankunft Eurer Durchlaucht einen prachtvollen Tag gegeben,“ ſagte der Intendant mit einer tiefen, wohlklingenden Stimme, und ſetzte mit einer abermaligen Verbeugung hinzu:„Es iſt das ganz im Ein⸗ klange mit den frohen Wünſchen unſeres Herzens.“
Feodor Petrowitſch oder Friedrich Buchholz, wir er auch hieß, ehe er nach Rußland kam, der Sohn vom Peter Buch⸗ holz, daher ſein Beinamen Petrowitſch, war eine angenehme Erſcheinung; er hatte ein offenes Geſicht mit einer freien Stirne, klare freundliche Augen, einen großen blonden Schnurrbart und war ein ſchlank aber kräftig gewachſener Mann von vielleicht dreißig Jahren. Zu Pferde nahm er ſich in dem anliegenden grünen Jagdrock, dem Hirſchfänger an der Seite, mit den hohen glänzenden Stiefeln ſtattlich aus, und die Art, wie er die Gangart ſeines wilden Pfer⸗ des dem Fahren des Wagens leicht und gewandt anpaßte, zeigte einen guten Reiter, Madame Bauvallet grüßte er verbindlich und freundlich, und welchen Gruß er für Eliſen hatte, die auf dem Rückſitze ſaß, konnten die im Hinter⸗
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