Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Der Maler Potowski.

bruch kommen bei einem Miſſionär wie die ſchöne Franceska. Ich bin eigentlich ein Narr, daß ich da um zwei Bleiſtift⸗ ſtriche bettle, wo ſich ſpäter vielleicht einmal der bedeutendſte Maler glücklich ſchätzt, die Züge der ſchönen Gräfin Por⸗ tinsky malen zu können.

Dieſes Wort, obgleich es gewiß nur ausgeſprochen war, um den Maler etwas zu ärgern, hatte doch eine tiefe Wir⸗ kung auf ihn nicht verfehlt und regte ihn auf, ſo oft er daran dachte. Wenn er ſich die Beſtrebungen des alten Herrn um das ſchöne Mädchen bis jetzt ſo erfolglos wie nur mäglich gedacht hatte, ſo ſtellten ſich dieſe auf einmal in ganz anderem Lichte dar, wenn es dem Grafen wirklich einfallen könnte, ihr ſeine Hand, ſein großes Vermögen anzubieten. Hatte Franceska vielleicht Urſache, dieſe Hand

in Erinnerung an ihn, den Tannhäuſer, auszuſchlagen?

Gewiß nicht, im Gegentheil. Die Art, wie er gegen ſie gehandelt, konnte ihre Liebe zu ihm, die er verſchmäht, in Haß verkehrt haben und das entſchloſſene Gemüth des Mädchens zu einer Handlung entſetzlicher Rache treiben. Und es wäre das eine ſolche entſetzliche Rache, ſo tönte es laut in ihm, und ſelbſt die höhnende Stimme ſeines Ge⸗ wiſſens, welche ihm zurief: Narr, der du biſt, was braucht ſie nach dir zu fragen? trug nur dazu bei, ihm jenen Ge⸗ danken völlig unerträglich zu machen.

Und dieſer Gedanke verließ ihn nicht mehr; er konnte ihn wohl zuweilen verſcheuchen, aber in jedem ſtillen Au⸗