Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

barettähnliche Mützen von Tuch oder Sammt. Den letz⸗ teren fehlt nur die Agraffe und aufſtehende Feder, um den Kopf eines Edelknaben der ehemaligen maleriſchen Zeit fertig zu machen. Auch in der Kleidung vieler dieſer jungen Leute iſt ein Uebriges gethan, um ſie ſo verſchieden als möglich zu machen von dem ſpießbürgerlichen Anzug unſerer jetzigen proſaiſchen Zeit.

Zwiſchen dieſen Leuten, die wir häufig mit Mappen unter dem Arme erſcheinen ſehen, bemerken wir aber auch ganz von ihnen verſchiedene Geſtalten, die ebenfalls dort aus den Häuſern kommen oder hineingehen: alte Männer mit langem, weißem Haar und dichten, graumelirten Bärten, Köpfe von ſo ehrwürdigem Aeußern, daß man ſie augen⸗ blicklich und vollkommen paſſend auf die Statue eines Apo⸗ ſtels ſetzen könnte; ihr Geſichtsausdruck iſt feierlich, ja ehr⸗ würdig, oft tragen ſie lange Hirtenſtäbe in den Händen, in der Art, wie die alten hochſeligen Patriarchen, und wenn

ſie ſtatt des ſchäbigen, dürftigen Röckchens, das ſie anhaben,

mit einem faltigen Talar bekleidet wären, ſo würden uns nur noch Palmbaum und Brunnen fehlen, um eine altteſta⸗ mentliche Geſchichte beieinander zu haben, Bilder voll

Licht und Schatten; denn während wir hier den Kopf eines ſolchen fürſtlichen Hirten in vollem Glanze zu erblicken wäh⸗

nen, bemerken wir neben ihm ein Geſicht mit ſo falſchem,

widerwärtigem Ausdrucke, daß wir den Träger deſſelben nur etwas gebückt dahin ſchleichen zu laſſen brauchen, den

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