Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Unverheirathete Cheleute. 293

Zean. Aber wenn ich mir erlauben darf, gehorſamſt zu bemer⸗ ken wenn ich heute Nacht wie gewöhnlich

General. Nun?

Jean. In dem Vorzimmer Euer Excellenz ſchlief? Es wäre wirklich beſſer ſo.

General. Laß' die dummen Poſſen! Komm,, ich will Dir zeigen, wo Du hin gehörſt.(Geht nach der Mittelthür.)

Iran. Aber ich verſicher' Euer Excellenz in der That, es wäre beſſer

General. Komm' nur, komm!

Zean. Euer Excellenz ſollten nicht darauf beſtehen!

General. Halt' Dein Maul und leuchte nach Deiner Wohnung!

(General und Jean ab.)

Baron. Für heute hätten wir uns nun gerettet, aber wie es

Morgen gehen wird, das weiß der liebe Gott im Himmel! und dazu

die unbeſonnenen jungen Leute, die ſo gar keine Ueberlegung haben,

die es wahrhaftig mit Gewalt darauf anlegen, ſich zu verrathen. Nein, nein, das halt ich nicht aus! Morgen reiſe ich ab.

Dreizehnter Auftritt. Baron. General.

General(kommt mit einem Armleuchter zurück). So das wäre abge⸗ macht! Ich weiß gar nicht, was dem Menſchen eingefallen iſt! Wollte mir auf dem Hofe davon laufen. Ich hab' ihn aber noch zur rechten Zeit am Kragen erwiſcht und ebenfalls bei ſeiner Frau einge⸗ ſchloſſen. Hier iſt der Schlüſſel. Nun, was ſagſt Du dazu: habe ich nicht Recht?

Baron. O vollkommen Recht, wie immer.

General. Jetzt wollen wir aber auch auf unſere Zimmer gehen. (nimmt die Schlüſſel vom Tiſch.) He! was meinſt Du, alter Knabe! Petrus mit den Himmelsſchlüſſeln!

Paron(ſehr abgeſpannt). Das iſt ein ſchöner Himmel! (Beide ab.)

Der Vorhang fällt.