Unverheirathete Eheleute.
Clara. Bis morgen, Papa! (gehen Arm in Arm auf ihr Zimmer in der linken Seite.)
(Der Baron gibt während der Zeit den beiden jungen Leuten einen Wink, die ſich ebenfalls dem General nähern.) 8
Ferdinand(der aufmerkſam den Bewegungen der beiden Damen gefolgt, für ſich). Gott ſei Dank! Der Baron rettet uns aus grenzenloſen Ver⸗ legenheiten.(Laut). General, wir ſind nicht im Stande, Ihnen genü⸗ gend zu danken für die Beweiſe väterlicher Liebe, die Sie uns gegeben.
Karl. Exrcellenz, wir werden unſer ganzes Leben erkenntlich ſein!
(Beide auf die rechte Seite ab.)
Baron(faßt die Lehne des Fauteuils und hält ſie feſt, damit der General ſich nicht umdrehen kann). Siehſt Du nun, wie Recht ich gehabt habe! So hat ſich die Geſchichte ganz famos arrangirt, Alles iſt mit der größten Delikateſſe, mit dem größten Anſtand vor ſich gegangen.
General. Sind ſie in ihren Zimmern?
Baron. Verſteht ſich.
General. Beide Paare?
Baron. Natürlich!— Aber Du weißt gar nicht, wie viel Du mir zu danken haſt. Ich habe mich für Dich und Deine Kinder auf⸗ geopfert. 8
General(uſtig.) Nun, das muß ich ſagen, macht der Menſch nicht ein Aufhebens über ſeine, eigentlich komiſchen, Arrangements!
Nun ja, nun ja! ich bin Dir auch dankbar.— Aber jetzt laß' mich aufſtehen, Du hältſt mich ja complett in meinem Stuhle feſt!
Baron(für ſich). Das wäre glücklich vorüber gegangen!
General(ſteht auf und wendet ſich nach hinten). Ich muß doch ein⸗ mal nachſehen—
Baron(ſpringt ihm erſchrocken in den Weg). Was willſt Du nach⸗ ſehen?— Wo willſt Du hin?— Haſt denn Du gar keine Ruhe?
General. Ich weiß gar nicht, wie Du mir vorkommſt! Ich will nur in den beiden Appartements einmal nachſehen, ob Alles in Ord⸗ nung iſt...
Baron. Wie kann auch ein alter Menſch ſo neugierig ſein!
General Clächelnd). Dann will ich aber die beiden Zimmer ab⸗ ſchließen. 8


