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278 Ein Eiſenbahnbilͤld. ℳ ₰
* 3 vielleicht zwei Monate, dann verſchwanden Polen, Baracken und Fahnen..
Unterdeſſen keucht die gewaltige Maſchine mit uns die Alp ihnan— 1 auf 45— und obgleich ſie rüſtig vorwärts rollt, ſo zeigt doch die Menge Rauch, welche ſie ausſpeit, ſowie das Knirſchen ihrer Räder, daß ſie ſich mühſam fortbewegt. Geiß⸗ lingen bleibt tief im Thal, und wenn man ſich umſchaut, ſo erblickt man es noch lange mit ſeinen ſpitzen Dächern, dem hohen Kirchthurm, den vielen Bleichen auf grünen Wieſen; endlich fah⸗ ren wir ſcharf um eine Kante des Gebirgs. Die Decoration vertheilt ſich; ſteil ab fallen die Berge in's Thal, wir kleben nun ſo an der gewaltigen Wand, unter uns rieſenhafte Mauern, die den Eiſenbahndamm ſtützen, über uns ähnliche Steinwände, die uns vor dem nachrollenden Geſchiebe ſchützen. Die Chauſſee, jetzt tief unter uns, blickt uns bekümmert nach, denn ſie hat noch gewaltig zu ſteigen, ehe ſie unſere Höhe erreicht; noch weiter im Grunde liegt eine Mühle inmitten einer ſaftig grünen Schlucht, und dieſes Grün mit der hellen Farbe des klaren Baches, mit der gegenüberliegenden Bergwand, das Buſchwerk in tauſend buntfarbige Töne gekleidet zwiſchen den koloſſalen Gebirgsformen, gibt ein liebliches, großartiges Bild. Doch wir ſind auf der Höhe angelangt in Amſtetten— die große Maſchine wird aus⸗ geſpannt; ein Bäuerlein ſagt:„damit ſie ausſchnaufe“, und eine ſchwächere zieht uns weiter über die Hochebene der rauhen Alp — vorbei, vorbei— Lochſtetten— es geht wieder abwärts, die Conducteurs bremſen, die Locomotive läßt ihren Dampf zwi⸗ ſchen den Rädern hinaus— jetzt bemerken wir vor uns auf einer Anhöhe die Wilhelmsburg und rollen eilig hinab in’s


