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der großen Ehre theilhaftig, eine Priſe aus der goldenen Doſe der verſtorbenen Gräfin nehmen zu dürfen.
Wir plauderten über dies und das, ich erfuhr unter Anderm, daß die Haushälterin des Vormunds vor eini⸗ gen Tagen geſtorben und daß die älteſte Tochter ſich nächſtens verheirathen werde. Die alte Katze der Groß⸗ mutter hatte ebenfalls das Zeitliche geſegnet, ſowie auch der Schuſter im Hinterhauſe ſeine Wittwe ſetzte das Geſchäft fort.
Ein lautes Schluchzen vor der Thür verkündigte mir die Ankunft der Schmiedin,„wo iſt das Kind?“ ſagte die gute Perſon, und als ich ihr entgegentrat und die Hand gab, liefen ihr die hellen Thränen über die alten
eingefallenen Backen. Ich mußte meine Schickſale um⸗ ſtändlich erzählen, und das dauerte bis tief in die Nacht.
Am andern Morgen ſteckte ich mir eine Cigarre an und beſuchte mit ſeltſamen Gefühlen die Orte, wo ich während meines hieſigen Aufenthaltes Leid und Freud genoſſen: dort war die Kirche, wo ich meine geliebte Emma zum erſtenmale geſehen, jetzt betrat ich mit klop⸗
fendem Herzen die Straße, wo das Reißmehlſche Haus ſtand. 3
In der Wohnung des Doktors war man vergnügt über die paar Thaler, die ich in ſeinem Namen bezahlte, ſein Zimmer mocht ich nicht ſehen, es ſei nun geweißt und friſch herausgeputzt, ſagte die Wirthin. Vor dem


