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könnte es gelingen, daß wir unſere Tage in Frieden zu⸗ ſammen genießen können, ich will Euch Mutter ſein,— ſeid Ihr meine Kinder— ja meine Kinder mit allen Rechten, die ich Euch einräumen kann.“
Das war ein höchſt ſeliger Moment, der ſich nicht beſchreiben läßt, und wer einen ähnlichen ſchon erlebt hat, denke an ſeine glücklichſte Zeit zurück, wer ihn noch vor ſich hat, hoffe darauf als auf das ſeligſte, was ihm dieſe arme Erde bieten kann.
„Jetzt geht Kinder,“ ſagte nach einer langen, langen Pauſe nicht mehr die Prinzipalin, jetzt unſere Mutter, „jetzt geht, es iſt ſpät und ich fühle mich ſehr ergriffen, Du Emma wirſt ſchon heute Nacht die Zimmer neben
mir beziehen und Du,“ ſagte die Prinzipalin zu mir und fügte lächelnd hinzu, indem ſie auf Emma zeigte: „ſieht er, Er iſt durch ſie zum Du gekommen— Du gehſt auf Dein Zimmer und morgen ſprechen wir weiter. Ich begab mich voll Glück und Seligkeit hinweg und da es mir als ganz nothwendig erſchien, daß Emma
noch von ihrem Zimmer einiges ganz Nothwendiges holen mußte, ſo wartete ich auf der Treppe auf meine kleine Geliebte. Vor zwei Stunden ſtand ich ebenfalls hier, aber mit welch' ganz anderen Gefühlen, in welch! ganz anderer Lage. Endlich kam Emma und ich mußte geſtehen, daß der lange, lange Kuß, den ich jetzt bekam,


