Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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Spielraum zu laſſen, ſeine Fragen gegen den Buchhalter. zu ſtellen. Mich überwältigten tauſend frohe Gedanken, den Namen Emma wiederholte ich unzähligemal, und einmal um's anderemal herzlicher und inniger. Stand ich doch jetzt ſchon von dem ſchlimmen Verdacht gerecht⸗ fertigt da, hatte ich doch ihr ſüßes Geſtändniß gehört; nur wie ſich das Dunkel hinſichtlich des untergeſchobenen Briefes aufklären würde, war ich begierig zu erfahren. Daß die Unterſchrift ſehr ähnlich war, konnte man nicht läugnen die Unterſchrift der Prinzipalin ich dachte nach, dachte eifrigſt nach und auf einmal dämmerte mir ein Licht auf, wohl erſchreckend für mich, aber wohl hell genug, um vielleicht Manches aufzuklären, ja ſo war es, ſo mußte es ſein. Ich trat wieder ins Zimmer, in dem Augenblick, wo der Doktor ſagte:Sie werden jetzt deut⸗ lich einſehen, Herr Specht, daß Ihr College das bewußte Geld in keiner böswilligen Abſicht erhob, denn wenn man ſich unrechtes Gut aneignen will, ſo läßt man dies Gut nicht leichtſinniger Weiſe liegen, ſondern nimmt es mit ſich, ſagen Sie mir deswegen offen ihre Meinung, was glauben Sie, wie konnte jener Brief auf den Pult kommen, wer iſt wohl im Stande, dirſe Unterſchrift ſo täuſchend nachzumachen?

Der Buchhalter zuckte die Achſel und d hob die Augen gen Himmel, doch ich trat feſten Schrittes an den Tiſch und entgegnete, die Frage des Doktors beantwortend:

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