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Seit jenem Abend auf ſeinem Zimmer hatte mich der Buchhalter lebhaft protegirt, gab mir alle möglichen Anleitungen und Erleichterungen beim Buchführen, nahm mich ſogar eines Tags auf die Wiegkammer und zeigte mir, wie die Seidenſtücke zuſammengelegt wurden. Auch gegen ſeine ewige Zielſcheibe die Ladenjungfer war er auffallend freundlich geworden und wirklich ſchienen die Beiden, wie der Herr Specht an jenem Abend geſagt: „im Glauben vereint des Tages Laſt und Mühen freund⸗ lich und gemeinſchaftlich zu tragen“— ich fand damals nichts Arges hierin.
Mich ging das ja auch weiter nichts an und ich be⸗ kümmerte mich nicht darum. Auch in das Zimmer des Buchhalters ging ich nur auf ſeine Einladung und bekam da oftmals einen guten Punſch zu trinken. Doch nahm er ſich auch meines inneren Menſchen eifriger als je an und füllte meinen Kopf ſo mit myſtiſchen Redens⸗ arten, machte mir ſolche Angſt vor dem Böſen, das in uns beſchäftigt ſei Seele und Leib zu verderben, daß ich eifrig ſeine Mittel dagegen benutzte. Dieſe beſtanden in eifrigem Leſen ſonderbarer Bücher, die er mir mittheilte, und beſtändigem Gebet und mit wiederholtem Auswen⸗
diglernen von Liedern aus dem Geſangbuch, die er mir
förmlich aufgab. Dieſe Uebungen an und für ſich wären nun nicht ſo
übel geweſen, doch lag etwas in denſelben, welches die


