und ſtatt in Wagen fährt man in kleinen ſchwarzen
Schiffchen, Gondeln genannt und liegt darin in Kiſſen von ſcharzem ſchönen Atlas, gerade ſolcher Stoff, wie dieſer hier, hätte auch beſſer gethan“ ſetzte er mürriſch hinzu,„lieber dort zu bleiben und ſich zum Sitzkiſſen für eine ſchöne Venetianerin gebrauchen zu laſſen, als hier zu einem langweiligen deutſchen Kleid verſchnitten zu werden;„der Stoff nämlich“ fügte er hinzu, ſah ſich aber ſcheu um, ob ſeine Rede Niemand gehört. Bei den ſchönen breiten Atlasbandern erzählte er mir allerlei Schnurren von Paris und bei der holländſchen Leinwand zog er ein Papier aus der Taſche, wickelte eine Cigarre heraus, die er anzündete, mir aber vorher befahl, das Fenſter zu öffnen..
Neben den Stoffen ſelbſt machten mir auch die Eti⸗ quetten, die an denſelben hingen, angenehmen Zeitvertreib. Hier war ein Schiff zu ſehen mit vollen Segeln, welches gerade in der kleinen Bucht eines fernen Welttheils an⸗ legte. Die Matroſen ſchwenkten ihre Hüte und ſchlanke Palmen und Brodbäume nickten über den Ufer⸗Rand. Gott wer das einmal in Wirklichkeit anſehen könnte! Wie beneidete ich den Schiffsjungen, der auf dem Ver⸗ decke ſtand und das Maul vor Erſtaunen weit aufriß. Hatte ich dort das wirkliche Meer geſehen, ſo erblickte ich auf Zeugen, die von Kameelhaaren gemacht waren, lange Caravanen⸗Züge, die durch ein unendliches Sand⸗ 3*


