Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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ſchnitt von verſchiedenen Zeugen kleine Muſterchen ab;

endlich ſetzten wir uns zu Tiſche und hier lernte ich auch

den Buchhalter Herrn Specht kennen und ich könnte nicht ſagen, daß derſelbe einen angenehmen Eindruck auf mich gemacht hätte. Obgleich vielleicht erſt 30 Jahen alt, hat er eine lange trockene Geſtalt und erinnerte mich höchſt unangenehm, ich weiß nicht durch was an meinen frühe⸗ ren ObersCollegen Philipp, doch war der Herr Specht

ohne Vergleich viel ſauberer angezogen; er trug wie der

Herr Stieglitz eine helle Halsbinde, aus welcher das bleiche hagere Geſicht mit ſchwarzen Haaren recht geſpenſterhaft herausſchaute auch war der Herr Specht mangelhaft ge⸗ wachſen, er hatte beinahe gar keinen Oberkörper und ſah deßhalb einem aufgeſperrten Zirkel nicht unähnlich. Auf ſeinen Zügen thront ein immerwährendes Lächeln, demu⸗ thig gegen die Prinzipalin, vertraulich gegen den Prin⸗ zipal, protegirend gegen mich und vornehm gegen die Ladenjungfer. Letztere war ein harmloſes, beſcheidenes und ſehr häßliches Frauenzimmer, welche in ihrer Schüch⸗ ternheit mit beſtändig niedergeſchlagenen Augen die An⸗ weſenden fortdauernd um Verzeihung zu bitten ſchien, daß ſie überhaupt in der Welt ſei. Das Eſſen war gut und wurde durch ein langes Gebet eingeleitet, welches der Herr Specht mit tief herabgeſenktem Haupte ſprach. Die Prinzipalin ſchwang den Vorlegelöffel, ſowie das Tranſchir⸗Meſſer und gab den Grundton zur Unterhal⸗