Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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keinen Schimmer und fängt an ängſtlich zu werden;um Gotteswillen, denkt er,ich bin ja blind, er erhebt ſich von ſeinem Stuhl und ſtößt einen danebenſitzenden Mit⸗ ſpieler beinahe über den Haufen;ei, ei, ſagt dieſer,bei⸗ nahe hätten Sie mich umgerannt, Herr Profeſſoraber, theuerſter Herr und Freund, entgegnete dieſer mit unſicherer Stimme,iſt ein ſolches. Anrennen wohl ſeltſam zu nennen, da in dieſem Zimmer die tiefſte Dunkelheit herrſcht? Die tiefſte Dunkelheit? fragen Mehrere mit erſtaunter Stimme,es iſt ja heut Abend hier ſo hell, wie immer, Sie ſpaßen mein Herr, ich ſehe gar nichts ruft der Profeſſor mit lauter Stimme, auf dieſes hin erhebt man ſich von allen Tiſchen und ſtellt ſich in dichtem Kreis um den vermeintlichen Blinden.Laſſen Sie Ihre Augen ſehen, hörte er die bekannte Stimme eines jun⸗ gen Arztes ſagen,ich ſehe nichts Auffallendes in den⸗ ſelben, fährt er fort und der arme Profeſſor, der ſchon im Begriff ſteht, ſich das namenloſe Unglück ſehr zu Herzen zu nehmen, hört aus der Ecke des Zimmers ein unterdrücktes Kichern und Lachen, raſch entſchloſſen greift er neben ſich an die Wand nach der Klingelſchnur, die, wie ihm wohl bekannt, dort hing und läutete heftig dem Kellner. Dieſer erſcheint, reißt ihn aber nicht aus ſeiner Ungewißheit, indem er ſich anſtellt, als ſehe er nichts Außergewöhnliches, kurz und gut, der Profeſſor

das Geſicht, ſieht aber in dem feſtverſchloſſnen Gemach