Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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irgendwo geſehen, aber ſo viel ich mich auch bemühte eine deutliche Erinnerung hervorzurufen, wollte es mir nicht gelingen. Ich zeigte meinen Brief, die Frau lud mich ein in den kleinen Garten zu treten, der das Haus umgab und fragte ein junges Mädchen, die beſchäftigt war allerlei Blumen und Pflanzen zu begießen:wo iſt der Vater? Die kleine Perſon ſchaute einen Augen⸗ blick von ihrer Arbeit auf und ſah mich befremdend an. Sie hatte dieſelben klaren und freundlichen Augen, wie die alte Frau und antwortete:Papa iſt in ſeinem Zimmer und ſitzt ſpazieren. Dieſes Mädchen war mir ebenfalls nicht unbekannt, doch wo ich ihr begegnet war, wollte mir wie ſchon geſagt nicht einfallen.

Die Frau nahm mir den Brief ab und ging damit ins Haus, kam aber bald darauf lachend wieder, reichte mir die Hand und ſagte freundlich:ich freue mich recht,. Dich zu ſehen, Du gleichſt Deiner Mutter und ich habe 6 im erſten Augenblick in Deinem Geſicht eine Aehnlichkeit

3 erkannt, wußte aber nicht, wo ich ſie hin thun ſollte; nun komm herein zum Vetter und laß Dir Deine An⸗ tritts⸗Predigt geben, er meint's nicht ſo ſchlimm. Emma, ſagte ſie zu dem Mädchen,das iſt der Vet⸗ ter, von dem ich Dir geſagt und der hieher kommt, um Kaufmann zu werden. Emma ſetzte ihre Gießkanne

auf den Boden und ſagte zu mir ernſt und trocken:ſo, ſo, der Vetter, das freut mich, aber, ſetzte ſie nach