ſo eigenthümlichen ſcharfen Geruch, namentlich an dem Fluß, über deſſen Brücke ich dahin ſchritt und wo unter mir viele Menſchen beſchäftigt waren, rothe und farbige Stoffe abzuwaſchen; das Waſſer war ganz gefärbt davon. Große Wagenzüge begegneten mir mit Waarenballen und Kohlen beladen.
Ich war in einer ganz neuen Welt und zog als ein⸗ zigen Rettungsanker meinen Brief an den Vetter aus der Taſche und befragte um das Haus, wo er wohl wohnen könnte, mit abgezogenem Hut mehrere Leute, die mir begegneten. Die meiſten kannten den Herrn Profeſſor nicht, endlich fand ich aber einen freundlichen Mann, der mich mit ſich nahm durch unendlich lange Straßen, um mir das Haus meines Vetters zu zeigen. Schon hatte ich gefürchtet, er möchte auch in der Nähe einer ſo klappernden und ziſchenden Fabrik wohnen und war um ſo angenehmer überraſcht, als mir mein Be⸗ gleiter auf einer ſanften Anhöhe vor der Stadt ein klei⸗ nes gelbes Haus zwiſchen grünen Bäumen zeigte, und
mich dort hinauf wies.
Mit klopfendem Herzen ſtieg ich einen kleinen Weg hinan und befand mich in kurzer Zeit vor einer Gitter⸗ thüre, wo ich beſcheidentlich die Glocke zog. Eine ält⸗ liche Frau mit klugem freundlichem Weſen und ſanften hellen Augen öffnete mir die Thüre und fragte nach meinem Begehr. Mir war, als hätte ich die Frau ſchon
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