Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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Doktor Burbus aus der Stadt zog, erlebte ich keine, ich

ſuchte ſie ja nicht, das einzige, was mir außergewöhnli⸗

ches aufſtieß, war ein freundlicher Condukteur, der in

ſeinem Wagen allein ſitzend, einen langen Berg hinauf

fuhr; die Pferde gingen im Schritt, wedelten mit ihren

Schweifen die Fliegen von ſich ab und ließen die Ohren hängen. Es war recht warm geworden; der Condukteur aber lud mich ein, zu ihm hinaufzuſitzen und eine Stunde mit ihm zu fahren. Auf mein eingewendetes Bedenken, daß ich nicht viel Geld habe, um ihm zu bezahlen, lachte er mich aus und meinte ich ſolle nur zu ihm hinaufſitzen was ich auch alsbald that und mich in den weichen Kiſ⸗ ſen des Wagens recht wohl befand. Der Conducteur war ſchon ein ältlicher Mann von derbem, utmüthigem Weſen, ein alter Soldat, hatte als e bei den Huſaren gedient und war deshalb ſchon für mich eine hohe und wichtige Perſon. Auf meine Frage nach mi⸗ litairiſchen Vexhältniſſen ließ er mich viel Unangenehmes vom Kamaſchendienſt vernehmen und theilte mir aus dem Soldatenleben manches mit, was gerade nicht ſehr rei⸗ zend war und mich in den feſt gefaßten Vorſätzen be⸗ ſtärkte, von jetzt an mit allem Fleiß und Aufmerkſam⸗ keit zu arbeiten, um nicht einmal, wie der Vormund angedroht, genöthigt zu ſein, zum Kalbfell zu ſchwören, d. h. Soldat zu werden. Nachdem wir die vor uns liegende Höhe etreicht hatten, ließ mich der Condukteur