Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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war in der Nähe ein herrſchaftliches Revier, eine tiefe und lange Schlucht, an welche oben Krautäcker ſtießen und in welcher die Haſen nach eingenommener Abend⸗ mahlzeit droben ihr Nachtquartier aufſchlugen. An den Wänden dieſer Schlucht ſtanden große Buchen und am Fuße eines ſolchen Stammes im dichten Moos nahm das Wild ſein Lager, ſo daß es von den Wänden der Schlucht und von den Bäumen vor Regen und Wind geſchützt war.

Wie alle unrechtmäßig gebrochene Frucht am meiſten reizt, ſo war es auch unſer größtes Vergnügen, bei grau⸗ endem Morgen aus dem dampfenden Thal hinauf in die Krautäcker zu ſteigen und dort, den Rand der Schlucht umgehend, auf die Haſen zu ſpähen, die uns eigentlich gar nichts angingen. Hatten wir oben herumſchleichend, ſo zwei, drei gefunden, die unter uns in ſüßen Morgen⸗ 4 träumen befangen lagen, ſo mußte ich mich oben hinſtellen und ein Zeichen geben, wo ſie waren, Caspar ſchraubte den Schaft an ſein Rohr, ſchlich ſich näher und ſchoß die Unglücklichen in ihrem Lager, worauf ich als Apor⸗ teur hinz uſtürzte, ſie aufnahm, und wir kehrten nicht ohne eine Beute von zwei, drei bis vieren bei aufgehen⸗ der Sonne nach Haus. 5

Von den Herrſchaftlichen Jägern waren wir eigentlich niemals ertappt worden, hatten aber mehrmals in großer Gefahr geſchwebt, es zu werden. Ich eeſa egi

genau, wie einſtmals, als ich einen getödteten Haſen aus 15*—