ſtark auf die linke Seite, wahrſcheinlich aus Demuth, und
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lichem Blick unter die Thür, daß, wenn es nicht heller Mittag geweſen wäͤre, ich auf alle Fälle geglaubt hätte, Herr Reißmehl habe einen Geiſt citirt. Philipp, ſo hieß die Erſcheinung, war ein ziemlich langer Burſche, der wegen übergroßer Magerkeit noch länger ausſah, als er wirklich war. Er hatte hellblondes, faſt gelbes Haar, das von beiden Seiten des Scheitels, den er mitten auf ſeinem Schädel angebracht, borſtig und ſtroff herabhing und ſo von Weitem einem kleinen Strohdache nicht un⸗ ähnlich ſah. Mochte es dieſe Friſur ſein, die zum Ge⸗ ſicht gar nicht paßte, oder war es der feierliche, gravitä⸗ tiſche Ausdruck in Philipps Geſicht, das ſeines Theils mit den langen ſchlottrigen Gliedmaßen gar nicht über⸗ einſtimmte, genug, die ganze Figur hatte etwas überaus Komiſches. Philipp alſo, mein collegialiſcher Vorgeſetzter, erſchien unter der Thür und hatte, beiläufig geſagt, ſo lange Arme, daß er, ohne ſich zu bücken, bequem ſeine Knieſchnallen hätte löſen können, wenn er welche ge⸗ habt hätte.
„Philipp,“ fragte der alte Herr,„warum wird denn immer der Ladentiſch voll Branntwein geſchüttet? Ich kann das nicht leiden! Habe ich doch alle möglichen Lappen und Schwämme angeſchafft. Ei, ei! das Holz wird ſchmutzig und der gute ſechs⸗ und⸗zwanziggrädige Branntwein vergeudet.“— Philipp wandte den Kopf


