Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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gehandelt zu haben Ihre Verzeihung iſt mir noth⸗ wendig, denn ich bin nicht ſtark genug, Ihnen ohne die⸗ ſelbe vielleicht in häufigerem Verkehr wieder gegenüber zu treten ja ich habe nicht die Kraft dazu, rief er leidenſchaftlich ausbrechend,und ſollten Sie unerbittlich bleiben, ſo würde ich mich genöthigt ſehen, meine Stel⸗ lung zu verlaſſen, und damit die Umgebung, in der Sie künftig wieder leben werden.

Während er ſo mit tiefer Erregung ſprach, hatte er ſich langſam erhoben, und Hildegard war dieſer Bewe⸗ gung gefolgt, ſeine Blicke nicht vermeidend, ſondern ihn mit ihren großen, glänzenden Augen feſt anſchauend; doch trübten ſich jetzt dieſe Augen auf eine verrätheriſche Weiſe, und eine dunkle Röthe überflog ihr Geſicht, wäh⸗ 4 rend ſie tiefaufathmend ſagte:Was kann Ihnen über⸗

haupt an meiner Verzeihung gelegen ſein, warum können B wir nicht auch ſo aneinander vorüberwandeln, wie früher, bis Sie auf ſo grauſame Art Notiz von meinem Daſein nahmen?. Ah, Ihnen kann das allerdings gleichgültig ſein, Gräfin Hildegard, Ihr Herz hat die beneidenswerthe Temperatur des Eiſes, Sie werden vor wie nach vor⸗ nehm, kalt und unbewegt an mir vorübergehen, während 3 ich das nicht kann, Gräfin Hildegard, weil ich Sie liebe ja bis zum Wahnſinn anbete!