Teil eines Werkes 
4. Bd. (1874)
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jüngere Haushälterin, doch habe ich dieſen Streit groß⸗ müthig dadurch geſchlichtet, daß ich mir ſelbſt die Ehre geben werde, Sie zu begleiten, mein gnädiges Fräulein aber ſpäter, hoffentlich viel ſpäter, ſetzte er mit einem bittenden Blick hinzu, da er zu bemerken glaubte, daß ſeine letzten Worte von Ellen für eine ihr vielleicht willkommene Aufforderung gehalten wurden.

Hätte jeder Andere das, was der Doktor eben ge⸗ ſagt, einer jungen Dame hören laſſen, die er beinahe zum erſten Mal in ſeinem Leben ſah, ſo würde das lächerlich geklungen haben, fade oder zudringlich; wogegen es hier vollkommen ungezwungen und ſo natürlich gut⸗ müthig erſchien, daß Ellen, ſtatt ſich davon verletzt zu fühlen, dem Arzte herzlich dankend ihre Hand reichte.

Die Hand nahm er bereitwillig an, den Dank aber lehnte er entſchieden ab, indem er ſagte:Sie werden morgen ſehen, mein gnädiges Fräulein, daß der ganze obere Stock meines Hauſes leer ſteht, alſo hab' ich zu danken für freundliche Geſellſchaft und für Unterſtützung bei den oft ſeltſam launigen Einfällen Ihres Herrn Bruders ja der ganze obere Stock ſteht leer, wiederholte er, wobei er langſam mit der Hand über ſeine Stirne fuhr, ſteht mit wenig Ausnahme ſchon ſo lange leer, als ich dieſes Haus beſitze für mich, einen alten Junggeſellen, genügen die Parterrezimmer jenſeits des Ganges.

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