Muſik in ſeine Ohren tönte— Ambroſio war zurück— Ambroſio mußte ihm gute Nachricht bringen!
Trotz des Verbots des Arztes richtete er ſich in ſei⸗ nem Bette auf, nicht achtend die Schmerzen ſeiner kranken Bruſt, und blickte geſpannt nach der Thür. Ja es war Ambroſio, der jetzt dort erſchien, und wenn ihm die Hand des alten Dieners auch nicht das gewünſchte Papier ent⸗ gegenhielt, ſo las er doch in deſſen Mienen, daß er nicht der Ueberbringer einer unangenehmen Botſchaft ſei.
„Haſt Du Nachrichten für mich?“
„O ja, Herr Baron, und wie ich hoffe, keine ſchlimmen!“
„Gut, ſo gib ſie her!“
Statt aber irgend etwas aus der Taſche zu ziehen, um es zu überreichen, trat der alte Diener an das Bett, indem er ſagte:„Ich glaube allerdings, daß ich gute Nachrichten bringe, aber keine Depeſche, da auf dem Telegraphenamt nichts dergleichen für Sie angekommen war.“
„Nun denn,“ fragte Herr von Roſenthal ungeduldig, „woher willſt Du denn Deine guten Nachrichten haben? — ſprich raſch und deutlich, an der langſamen Art, mit der Du mich durch Dein Reden bedienſt, und durch Dein vergnügtes Lächeln, ſcheinſt Du mich auf etwas vorbe⸗ reiten zu wollen— laß dergleichen Kindereien unterwegs — Du haſt keine Depeſche, aber gute Nachrichten, gut,


