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aufeinander und ſchwere Athemzüge, die ſich ſeiner Bruſt entrangen, klangen wie tiefe Seufzer.
Er mußte ſich geſtehen, daß er in der letzten Zeit drunten in der Reſidenz mit Perſonen und Verhältniſſen unglücklich geſpielt, und daß er, wenn auch gerade nicht dieß Spiel vollſtändig verloren, er es doch ſeinen Geg⸗ nern verrathen hatte, ſo daß es ſicher und mit großem Eclat verloren gegangen wäre, wenn er es nicht für gut befunden hätte, die Karten durch eine ziemlich geſchickte Machination aus den Händen fallen zu laſſen.
Schade um die Stellung, die er drunten eingenommen, und die, wenn auch nicht gänzlich verloren, doch ſo ſehr in ihren Fundamenten erſchüttert, daß es kaum mög⸗ lich war, einen neuen ſoliden Bau wieder aufzuführen.
Ja er geſtand ſich endlich, daß es kaum möglich ſein werde, alle die Rieſen niederzukämpfen, die ſowohl in der Geſtalt der Wahrheit, als auch im Gewande der Lüge und Verleumdung unter der Aegide jener eben ge⸗ nannten Tugend ſiegreich gegen ihn vordringen würden. Aber gerade ein ſolcher Kampf mit der ganzen Welt reizte ihn ſo ſehr, daß ſich jetzt ſchon in dem Gedanken daran ſeine Lippen zu einem leichten Lächeln kräuſelten, und er in einem verächtlichen Tone ſagte:„Warum ſollte ich nicht wenigſtens den Verſuch machen, das verlorene Terrain wieder zu gewinnen, bin ich doch überzeugt, daß
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