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nicht freiwillig thut; o, ich weiß vielleicht einen ſichereren Weg, um zu erfahren, was ich erfahren muß.“
„Ich verſtehe Dich nicht, Willibald!“
„Und Sie werden mir Recht geben, Mama,— haben wir nicht hier dieſen Herrn von Roſenthal, der, wie ich ganz genau weiß, mit den intimſten Geſchichten des Hofes bekannt iſt?— ich bin ſicher, daß er auch um dieſen ge⸗
häſſigen Skandal weiß, und ich hoffe, daß er Ehrenmann genug iſt, mir eine richtige Antwort nicht zu verweigern, wenn ich ihn als Kavalier und als Vater frage— was iſt Ihre Anſicht, Mama?“
„Immerhin,“ erwiederte die alte Dame mit einem leichten Achſelzucken,„er wird Dir ſagen, was er weiß —— oder,“ ſetzte ſie, aber ſo unverſtändlich hinzu, daß es klang, als huſte ſie in ihr an die Lippen gehaltenes Schnupftuch,„was er Dir zu ſagen für gut findet.“


