Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
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Erlaucht beunruhigende, oder wenigſtens aufregende Nachrichten aus der Reſidenz erhalten zu haben, und Folge davon war eine ſchlafloſe Nacht, worauf ich mir den Vorſchlag erlaubte, Sie rufen zu laſſen, Herr Doktor!“

„Was könnten das wohl für Nachrichten geweſen ſein?— da drunten,“— Doktor Flinder machte hier, unter der Eingangsthüre des Schloſſes ſtehend, eine Be⸗ wegung mit dem Kopfe gegen die fernliegende Stadt, —„ſcheint man gar großen Feſten entgegenzugehen, die doch wohl nicht im Stande ſind, hieher einen unange⸗ nehmen Schatten zu werfen?“

„Wer weiß? Ihre Erlaucht erhielt die betreffende Nachricht für ſich allein, und ſcheint dem Herrn Gra⸗ fen bis jetzt noch keine Mittheilung davon gemacht zu haben.“ 3

„Was Sie jedenfalls bemerkt hätten, mein lieber Herr Fackler, beſonders wenn die Nachrichten unange⸗ nehmer Art geweſen ſind.“

„O gewiß, Herr Doktor, doch ſind der Herr Graf nach dem Frühſtück ſehr heiter in den Wald geritten.“

„Sehen wir alſo ſelbſt.“

Der Haushofmeiſter zog an einer Glockenſchnur, welche in einer Ecke des großartigen Treppenhauſes hing, nach⸗ dem er die doppelten Glasthüren des Einganges hinter