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trat nun dem Arzte einige Schritte, vom Fuß der Frei⸗ treppe ab gerechnet, entgegen, und empfing ihn hände⸗ reibend mit einer tiefen Verbeugung.
„Bei wem gibt es denn heute etwas zu flicken?“ fragte lächelnd der Arzt, und ſetzte dann mit einem zufriedenen Blick auf den Haushofmeiſter hinzu:„nun, dem Aus⸗ ſehen nach bei Ihnen nicht, mein lieber Herr Fackler, und beruhige ich mich, da ich Sie in ſo guter Geſund⸗ heit vor mir ſehe, denn wo käme es mit dem Dienſt des Hauſes hin, wenn ich Sie einmal ſtark in die Arbeit nehmen müßte!“
Der alte Diener verbeugte ſich ſchweigend und ſagte dann mit leiſer Stimme und einem Streifblick gegen die hohen Bogenfenſter des erſten Stockes:„Die Frau Gräfin Mutter wünſcht Sie zu ſehen.“
„Scheint es Ihnen ſehr wichtig, Herr Fackler? iſt in ihrem gewöhnlichen Zuſtande eine Beſorgniß erregende Aenderung eingetreten? Ich kann Sie das wohl fragen, mein lieber Kollege, wie ich Sie bei Ihren guten chirur⸗ giſchen Kenntniſſen mit ganz außerordentlichem Vertrauen nenne.“
„O nein, Herr Doktor,“ antwortete der Haushof⸗ meiſter, während er ſich noch tiefer als das erſte Mal verbeugte,„was den gewöhnlichen Zuſtand anbelangt, ſo iſt er unverändert der gleiche; doch ſcheinen mir Ihre


